Biologische Ästhetik & Gesundheit
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PRP - Vampirlifting -  Plättchenreiches Plasma

Bei dieser Anti-Aging Methode werden ca. 15 ml venöses Blut entnommen und mit einem speziellen Verfahren aufbereitet, indem rote Blutkörperchen von den weißen Blutplättchen getrennt werden.

Das Plasma ist sehr reich an Thrombozyten, die einen hohen Gehalt an diversen Wachstumsfaktoren besitzen. Zu den wichtigsten Wachstumsfaktoren gehören der „Epidermale Wachstumsfaktor (EGF)", der "Insulinähnliche Wachstumsfaktor", der "Fibroblast growth factor", der "Epithelial growth factor" und der "Platelet-Derived Angiogenesis Factor".

Die Wachstumsfaktoren regen die Produktion elastischer und kollagener Fasern an; sie stimulieren Fibroblasten (Bindewebszellen). Weiterhin wird die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure angeregt, es wird so vermehrt Wasser gebunden und Feuchtigkeit in der Haut gespeichert.

Es entsteht eine verbesserte Hauttextur mit einer Revitalisierung der Haut, Volumen baut sich auf und kleinere Falten verschwinden.

Folgende Wachstumsfaktoren sind z.a. in PRP nachweisbar:


  • TGF-beta : fördert Zellwachstum, Gefässneubildung, extrazelluläre Matrix-Bildung
  • PDGF-AB: stimultiert Zellwachtum, Fibroblasten-Chemotaxis
  • bFGF: regt Fibroblasten an
  • IGF: fördert Kollagensynthese, Zellproliferation, Fibroblastenmigration
  • VEGF: stimuliert Endothelzellproliferation und Migration
  • EGF: fördert Angioneogenese, reguliert extrazelluläre Matrixregeneration, stimuliert Fibroblastenmigration und Regeneration


Anwendungsgebiete

  • Gesicht: PRP intradermal zur Faltenunterspritzung, PRP Therapie zum Volumenaufbau
  • Hals: PRP für Faltenunterspritzung
  • Handrücken: PRP zur Verjüngung
  • Dekolletee: Plasmaliftung und PRP zur Hautstraffung, Faltenreduktion (ähnlich Vampirlifting)
  • Kopfhaut: PRP für Haarwachstum, Regeneration, Dickenwachstum der Haare, intradermale PRP Injektion
  • Striae, Schwangerschaftsstreifen, Stretchmarks: PRP zur Hautstraffung und Regeneration (ev in Kombination mit Laser, Needling) zur Verbesserung der Striae
  • Operationsnarben: PRP zur Narbenverbesserung, Wundheilung
  • Aknenarben: PRP zur Narbenglättung, PRP zur Hautstraffung (ev in Kombination mit Laser, Needling) zur Hautglättung
  • Verletzungen am Bewegungsapperat



PRP bei Haarausfall / Alopezie

Injektionen von plättchenreichem Plasma in die Kopfhaut stimulieren die Stammzellen in der Haarwurzel und stimulieren die Mikrozirkulation. Der Haarausfall wird verlangsamt und in einer zweiten Phase der Haarwuchs unterstützt. Das körpereigene Plasmakonzentrat leitet die Regeneration der Haarfollikelumgebung ein, erhöht die Blutzufuhr und steigert die Zellproliferation der Haarfollikel. Klinische Studien haben gezeigt, dass Haarausfall tatsächlich gestoppt werden kann und Haarwachstum angeregt wird.



PRP im Sport

PRP wird seit Jahren in der Sportmedizin eingesetzt, um die Regenerationszeit nach Verletzungen zu verkürzen. Es wurde im Sport bis 2011 als Doping verboten und ist in der Sportmedizin deshalb bis heute umstritten. Grund: die Dopingfahnder können natürliches PRP und künstliche Wachstumsfaktoren nicht unterscheiden. In der Sportmedizin ist die leistungs- und regenerationsfördernde Wirkung von PRP undEigenblut kaum umstritten.

Anfang 2013 veröffentlichte das "American Journal of Sports Medicine" eine Studie der US-Forscherin Amy Wasterlain von der Stanford University. Sie hatte ihren Probanden plättchenreiches Plasma in eine Sehne gespritzt. 24 Stunden nach der Injektion notierte sie bei ihren Probanden "einen signifikanten Anstieg des Wachstumsfaktors IGF-1" und weiterer Wachstumsfaktoren, darunter VEGF. In anderen Worten: PRP könnte leistungssteigernd wirken.

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-124097548.html



Häufig gestellte Fragen:

Wie läuft die Behandlung ab?

Aus der der Armvene des Patienten wird Blut entnommen und danach zentrifugiert. Das so gewonnene aktivierte Plasma wird unmittelbar danach weiterverarbeitet. Dieser Prozess findet direkt in der Praxis statt und dauert etwa zehn Minuten. Anschließend wird das aktivierte Plasma mittels feinster Nadeltechnik in das gewünschte Hautareal injiziert. Zuvor wird die Haut mit Betäubungscreme behandelt. Insgesamt dauert eine Sitzung etwa 45 Minuten. Einschränkungen im Alltag bestehen anschließend i.d.R. nicht. Der verjüngende Effekt der PRP-Behandlung wird in den kommenden Wochen zunehmend sichtbarer. Für eine dauerhafte Regeneration und ein optimales Ergebnis, sowohl im Gesicht, Dekolleté oder der Kopfhaut, ist es ratsam die Plasmainjektion dreimal im Abstand von je einem Monat zu wiederholen.

Wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

Direkt nach der Behandlung ist die Haut gerötet und hat durch die Unterspritzung sofort an Volumen gewonnen. Manchmal kommt es vor, dass sich an wenigen Einstichstellen sehr kleine Blutergüsse bilden. Bei Gesichtsbehandlungen können die Rötungen noch in der Praxis mit Make-up abgedeckt werden. Einige Patienten fühlen sich schon nach einer Stunde wieder gesellschaftsfähig, andere erst am nächsten Tag.

Welche Risiken bestehen?

Bei der PRP-Plasmatherapie handelt es sich um ein risikoarmes und sicheres Verfahren. Denn durch die Verwendung von körpereigenem Plasma können allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten und unerwünschte Nebenwirkungen so gut wie ausgeschlossen werden. Zudem entfällt das Risiko der Krankheitsübertragung, und es kommen weder Gifte noch Chemie zum Einsatz.


Studien:

Stem Cells Transl Med. 2015 Nov;4(11):1317-23. doi: 10.5966/sctm.2015-0107. Epub  2015 Sep 23

The Effect of Platelet-Rich Plasma in Hair Regrowth: A Randomized Placebo-Controlled Trial.Gentile P1, Garcovich S2, Bielli A3, Scioli MG3, Orlandi A3, Cervelli V4.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26400925

Br J Dermatol. 2013 Sep;169(3):690-4. doi: 10.1111/bjd.12397.

A randomized, double-blind, placebo- and active-controlled, half-head study to evaluate the effects of platelet-rich plasma on alopecia areata.

Trink A1, Sorbellini E, Bezzola P, Rodella L, Rezzani R


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23607773


Mehr Studien zu dem Thema finden Sie auf: www.pubmed.de